Aphorismen

Am An­fang allen Ver­ste­hens steht die Ein­sicht was ist, und was nicht sein kann - und der Trost, dass dies zu än­dern, nicht in un­se­re Macht gegeben ist.

At the beginning of all un­der­stan­ding is the in­sight into what is and what can­not be - and the consolation that changing this is not in our power.

So­lo­mon ben Je­hu­da ibn Gabirol, 1021 oder 1022 bis 1070, jü­discher Phi­lo­soph und Dichter im mus­li­misch­en Spa­nien


When you change the way you look at things, the things you look at change.

Wenn du die Art, auf die Din­ge zu schau­en än­derst, än­dern sich die Din­ge, die du an­schaust.

Max Karl Ernst Lud­wig Planck, 24.04.1858 bis 14.10.1947, deut­scher Phy­siker


Die Welt ist mei­ne Vor­stel­lung. (Die Welt als Wille und Vorstellung I, Erster Teilband, Diogenes 1977, §1, 29)

Also was Einer an sich sel­ber hat ist zu sei­nem Le­bens­glücke das Wesentlichste. (a.a.O., 352)

Was Ein­er in sich ist und an sich selber hat, kurz die Per­sön­lich­keit und deren Werth, ist das all­einige Un­mit­tel­bare zu seinem Glück und Wohl­seyn. (a.a.O., 353)

Wer eben fröh­lich ist hat allemal Ur­sache es zu seyn: näm­lich eben diese, daß er es ist. (a.a.O., 354)

Nun ist gewiß, daß zur Heiterkeit nichts weniger Beiträgt, als Reichthum, und nichts mehr, als Gesundheit [...]. (a.a.o., 355)

Ar­thur Scho­pen­hau­er, 22.02.1788 bis 21.09.1860, deut­scher Phi­lo­soph, Parerga und Para­li­po­mena I, zwei­ter Teil­band, Apho­ris­men zur Le­bens­weis­heit, Dio­genes 1977


Es gibt ei­ne Not, die eng und klein­lich macht, und eine an­dere, die groß und stark macht. Die En­tschei­dung liegt beim Ein­zel­men­schen.

There ist a plight that makes us narrow and petty, and another that makes us big and strong. The decision lies with each one of us.

Otto Heuschele, 08.05.1900 bis 16.09.1996, deut­scher Schrift­stel­ler, Her­aus­ge­ber, Pä­da­go­ge


Wir den­ken uns nicht in eine neue Art des Le­bens. Wir leben uns in eine neue Art des Den­kens hinein.

You don't think your way into an new kind of living. You live your way into an new kind of thinking.

Henri Nouven, 24.01.1932 bis 21.09.1996, nieder­län­discher Pries­ter, Psy­cho­lo­ge, geis­tlicher Schrift­steller


Die größte Ver­geu­dung un­seres Le­bens be­steht in der Liebe, die nie ge­ge­ben wurde.

Elsa Bränd­ström, 26.03.1888 bis 04.03.1948, schwe­dische Phil­an­tro­phin


Für die Ent­wick­lung ei­nes Men­schen sind die bit­ter­en Stun­den un­er­läss­lich.

Bitter hours are essen­tial for the develop­ment of a per­son.

Wer sich är­gert, büßt die Sün­den anderer.

Who gets angry pays for the sins of others.

Kon­rad Aden­au­er, 05.01.1876 bis 19.04.1967, ers­ter Bundes­kanzler (1949 bis 1963)


Mensch­liche Rei­fe ist das Rich­tige zu tun, selbst wenn es die El­tern empfohlen haben.

Paul Watz­lawick, 15.07.2019 bis 31.03.2007, österrei­chisch-amerika­nisch­er Kommuni­ka­tions­wissen­schaft­ler, Psychotherapeut, Soziologe, Philosoph


Nicht wei­nen, nicht zür­nen, son­dern be­grei­fen

Baruch de Spinoza, 24.11.1632 bis 21.02.1677, nie­derlän­discher Philo­soph


Der Pessimist be­schwert sich über den Wind. Der Opti­mist er­war­tet, dass er dreht. Der Rea­list stellt die Segel richtig ein.

The pessimist complains about the wind; the optimist expects it to change; the realist adjusts the sails.

William A. Ward, 1921 bis 30.03.1994, amerika­nisch­er Author


Die Qua­li­tät des Ta­ges zu be­ein­flussen, ist die höch­ste Kunst.

To affect the quality ot the day, that ist the highest of arts.

Henry David Thoreau, 12.07.1817 bis 06.05.1862, US-ameri­ka­nisch­er Schrift­steller, Dich­ter und Phi­lo­soph


Bei je­der En­tschei­dung ge­winnt man et­was und gibt man et­was auf.

With every decision we win some an we lose some.

Gerda Tack­mann, bio­gra­phische Da­ten unbekannt. Im Kommen­tar erwähnt: Charles Haddon Spurgeon, 19.06.1834 bis 31.01.1892, bri­tischer Bap­tisten­pastor und Pre­diger


Man muss lern­en, was zu lern­en ist, und dann sei­nen ei­gen­en Weg gehen.

One must learn what has to be learnt, and then go one's own way.

Georg Fried­rich Hän­del, 23.02.1685 bis 14.04.1759, deutsch-bri­tisch­er Ko­mpo­nist des Ba­rock


Es gibt keinen Zau­ber, der dem eines sanf­ten Her­zens gleicht.

There ist no charm equal to ten­der­ness of heart.

Jane Austen, 16.12.1775 bis 18.07.1817, eng­lische Schrift­steller­in


Wer immer die Wahr­heit sagt, kann sich ein schlech­tes Ge­dächt­nis leisten.

Who always tells the truth can afford to have a bad memory.

Theo­dor Heuss, 31.01.1884 bis 12.12.1963, deut­scher Po­li­ti­ker (FDP), erster deut­scher Bun­des­prä­si­dent (1949 bis 1959), Friedens­nobel­preis des Deut­schen Buch­han­dels 1959


Was im Le­ben zählt, ist nicht, dass wir ge­lebt haben, son­dern wie wir das Le­ben von anderen ver­än­dert haben.

What counts in life ist not the fact that we have lived. It is what difference we have made to the lives of others.

Nelson Rolihlahla Man­de­la, 18.07.1918 bis 05.12.2013, süd­afri­ka­nisch­er Po­liti­ker und Aktivist im Wi­der­stand süd­afri­ka­nischer Politiker, Stammes­führer der Zulu, Präsident des African national Congress (ANC; 1952 bis 1967)


Die Kunst des Er­freu­ens be­steht darin, selbst er­freut zu sein.

The art of pleasing consists in being pleased.

William Hazlitt, 10.04.1778 bis 18.09.1830, eng­lischer Schrift­steller


Müde Men­schen ha­ben en­twe­der zu viele oder gar kei­ne Ziele.

Tired people either have too many or no goals.

Pe­ter Ebe­ling, 28.11.1929, deut­scher Volks­autor


Gott ver­langt nichts vom Men­schen, ohne ihm zu­gleich die Kraft dafür zu ge­ben.

God demands nothing of human beings without also granting enough strength for it.

Edith Stein (Ordensname There­sia Be­ne­dic­ta a Cruce), 12.10.1891 bis 09.08.142, deutsche Phi­lo­so­phin und Or­dens­frau


Je­der würde sein ei­gen­es L­eben gleich viel schön­er fin­den, wenn er auf­hör­te, es mit dem Le­ben der Leu­te von ne­ben­an zu ver­glei­chen.

Everyone would find his own life much more beautiful if he stopped comparing it to the lives of the people next door.

Henry Fonda, 16.05.10905 bis 12.08.1982, US-amerika­nischer Film­schau­spieler


Der Pessimist sagt: "Eine Wol­ke vor der Son­ne!" - Der Op­ti­mist sagt: "Die Son­ne hin­ter einer Wol­ke!"

The pessimist says: "A cloud in front of the sun!" - The optimist says: "The sun behind a cloud!"

Kurt Tucholsky, 09.01.1890 bis 21.12.1935, deut­scher Schrift­steller, Jounalist, Satiriker


Kopf­schmerz ist kein As­pi­rin­man­gel.

A headache is not a lack of aspirin.

Matthias Varga von Kibéd, 27.10.1950, deut­scher Lo­giker und Wissen­schafts­theo­reti­ker


Gut Ding braucht Lan­ge­wei­le

Good work takes some tedium.

Siegbert Latzel, 25.02.1931, deut­scher Ger­manist, Phi­lo­soph, Schrift­steller, Apho­ris­ti­ker


Es ist bes­ser, Un­recht zu ervlei­den, als zu tun, und glück­licher, manch­mal be­tro­gen zu wer­den, als nicht zu ver­trau­en.

It ist better to suffer wrong than to do it, and happier to be some­times cheated than not to trust.

Samuel Johnson, 18.09.1709 bis 13.12.1784, eng­lisch­er Gelehr­ter, Lexiko­graf, Schrift­stel­ler, Dich­ter, Kritiker


Glück ist ein flüch­ti­ger Mo­ment. Kein Ziel, eher ein Ge­schenk.

Happiness is an exclusive moment. No aim, rather a gift.

Monika Min­der, 1961, Schwei­zer Web­designerin und Au­torin


Ver­glei­che mach­en un­sere Freun­de zu Fein­den.

Comparison turn our friends into enemies.

Philemon, ca. 300 vor Chris­tus, bis 264/263 vor Chris­tus, grie­chischer Ko­mödi­en­dich­ter


Eine hal­be Stun­de Me­di­ta­tion ist ab­solut not­wendig - außer wenn man sehr be­schäf­tigt ist. Dann braucht man eine gan­ze Stun­de.

Half an hour's meditation each day ist essential - except when you are busy. Then a full hour is needed.

Franz von Sales, 21.08.1567 bis 28.12.1622, fran­zö­sischer Fürst­bischof von Genf mit Sitz in Annecy, Or­dens­grün­der, Mys­tiker und Kir­chen­lehr­er


Die Fak­ten sind immer we­niger als das, was wir­klich pas­siert ist.

The facts als always less than what really happened.

Nadine Gordimer, 200.11.1923 bis 13.07.2014, süd­afrika­nische Schrift­stellerin, Nobel­preis für Li­te­ratur 1991


Wir sind eine Un­möglich­keit in einem un­möglich­en Uni­ver­sum.

We are an imposibilitiy in an impossible universe.

Ray Bradbury, 22.08.1920 bis 05.06.2012, US-ameri­ka­nischer Schrift­steller, Dreh­buch­au­tor


Die Stille ist göt­tlich - in ihr hat alles seinen Ur­sprung.

Silence ist divine - everything arises from it.

Ei­leen Caddy (geb. Ei­leen Marion Jessop), 26.08.1917 bis 13.12.2006, bri­tische spi­ri­tu­elle Lehr­er­in und Au­torin, Grün­derin der Find­horn-Ge­mein­schaft


Das Le­ben ge­schah, weil ich um­blätterte.

Life happened because I turned the pages.

Alberto Adrián Manguel, 13.03.1948, ar­gen­ti­nisch-stämmiger kana­discher Schrift­steller, Literatur­dozent, Über­setzer und Re­dak­teur


Lüge - du bist nicht der Ge­gen­part der Wahr­heit, son­dern nur ihre Varian­te von Blind­heit, Irr­tum und Angst.

Lie - you are not the counter­part of the truth but only its variation of blindness, errors and fear.

Christa Schyboll, 06.05.1952, deut­sche Jour­nalis­tin und Autor­in


Der Schmerz ist das, was wir als das uns Ei­gen­ste und als das Frem­deste emp­fin­den.

Pain is what we experience both as the most per­sonal and the stran­gest sen­sation.

Abroise Paul Toussaint Jules Valéry, 30.10.1871 bis 20.07. 1945, franzö­sischer Lyriker, Philo­soph und Essayist


Charme ist Charak­ter, der sich von seiner schön­sten Sei­te zeigt.

Charm is chracter presented as its best.

Lothar Schmidt, 10.12.1922 bis 21.01.2015, deut­scher Po­li­tik­wissen­schaft­ler, Jurist und Hoch­schul­lehrer.


Edel lebe und schön, nicht um der Ver­gel­tung, nur um der Schönheit des Lebens willen.

Live nobly and beautifully, not in order to retaliate, but only for the sake of life's beauty.

Hans Theodor Storm, 14.09.1817 bis 04.07. 1888, deut­scher Er­zäh­ler und Ly­riker des Realis­mus


Alles sollte so ein­fach wie mö­glich ge­macht wer­den, aber nicht ein­facher.

Every­thing should be made as simple as possible, but not simpler.

Wunder zu ne­gieren heißt, die Wirk­lich­keit nicht ernst zu neh­men.

Negating miracles means not taking reality seriously

Albert Einstein, 14.03.1879 bis 18.04.1955, deutsch-US-amerika­nischer Phy­siker, Nobel­preis für Phy­sik 1921


Je­der meint, dass sei­ne Wirk­lich­keit die wirk­liche Wir­klich­keit ist.

Everyone considers his own reality the real reality.

Paul Watzlawick, 27.07.1921 bis 31.03.2007, österreichischer Kommunikations­wissen­schaftler, Psycho­therapeut, Psy­cho­analy­ti­ker; Sozio­loge, Autor und Phi­lo­soph


Die ein­zi­ge Kur gegen Ei­tel­keit ist Lachen, und der ein­zige Feh­ler, der lach­haft ist, ist Ei­tel­keit.

The only cure of vanity ist laugther; and the only fault that's laughable ist vanity.

Henri-Louis Bergson, 18.10.1859 bis 04.01.1941, fran­zösischer Phi­lo­soph, No­bel­preis für Li­tera­tur 1927


Unser Le­ben selbst ist das Ins­tru­ment, mit dem wir mit der Wahr­heit experimentieren.

Our own life is the ins­tru­ment with which we experiment with truth.

Acht­sam­keit ist Ener­gie, die auf alle Din­ge und Ak­tivi­tä­ten ihr Licht wirft.

Mind­fulness is energie that sheds light on all things and all activities

Lächle, atme und gehe langsam.

Smile, breath, and go slowly.

Thich Nhât Hanh (eigentlich Nguyen Xuân Bào), 11.10.1926, viet­name­sisch­er buddhis­tisch­er Mönch, Ordens­führer (Tiêp-Hiên-Orden = Orden des Eins­seins) und Autor


Die gu­ten Mäch­te sagen: "Ich will schaf­fen und sein." Die bösen sagen: "Ich will haben und schein­en."

The good powers say: "I want to create an be." The evil say: "I want to have and seem."

Walther Rathenau, 29.09.1867 bis 24.06.1922, deut­scher Li­terat und Staats­mann


Die Mehr­zahl der Men­schen, die ein Kon­zert be­suchen, tut es nicht we­gen der guten Töne, son­dern we­gen des gu­ten Tones.

The majoritiy of people going to a concert don't do it because of their good taste but because of it's good taste.

Keine Au­toren­an­ga­ben


Wer Ges­etze schafft, muss streng, wer sie hand­habt, mil­de sein.

Lawmakers must be strict, the one executing them must be merciful.

Sprichwort aus China


Es ist eine große Ehre, der ehr­liche und innige Freund eines Tier­es sein zu dür­fen.

It is a great honour to be the honest and dear friend of an animal.

Stefan Wittlin, ??.??.1961, schwei­zer Hunde­therapeut, Tier­psy­cho­lo­ge, Autor


Ob ein Mensch in einer gut­en oder schlech­ten Lau­ne ist, hängt von sei­nem Willen ab.

A man's being in a good or bad humar depends upon his will.

Samuel Johnson (genannt Dr. Johnson), 18.09.1709 bis 13.12.1784, eng­lischer Ge­lehr­ter, Lexikograf, Schrift­steller, Dich­ter und Kri­ti­ker


Man kann in die Knie sin­ken, um zu krie­chen, aber auch, um sich zu er­he­ben.

You can sink to your knees to crwal, but also to rise up.

Ru­pert Schütz­bach, 04.10.1933, deut­scher Zöll­ner und Apho­­ris­ti­ker


Die Ge­schich­te hat kein letztes Wort.

History has no final say.

Demo­kra­­tie ist kei­ne Fra­ge der Zweck­mäßigkeit, son­dern der Sitt­lich­keit.

Democracy isn't a matter of practicality but of morality.

Willy Brandt, 18.12.1913 bis 08.10.1992, deut­scher SPD-Politiker, deut­scher Bun­des­kanzler (1969 bis 1974), Nobel­preis für Frieden 1971


Was zu weit geht, geht uns nahe.

What goes too far ist too close for comfort.

Erhardt Horst Beller­mann, 13.01.1937, deut­scher Bau­ingen­ieur, Dich­ter und Apho­ris­tiker


Auf der Spur der Lö­sung wird ge­lacht.

On solutions's heels there is laughter.

Es gibt Men­schen, die dre­hen auch noch Spieße um, die gar nicht auf sie ge­rich­tet sind.

There are people who take issue with things that were not even directed at them.

Durch Wein­en brin­ge ich, was starr war, wie­der in Fluss. Mit je­der Trä­ne stehe ich zu mir.

Crying brings back into flow everything that has become rigid. With every tear I stay true to myself.

Ute Lau­ter­bach, 19.07.1955, deut­sche Au­tor­in, Vor­tra­gen­de und Alltags­phi­lo­so­phin


Ein Ob­je­ktiv ist nicht zwangs­läuf­ig ob­jek­tiv.

Ab objective ist not neccessarily objective.

Klaus Ender, 02.04.1939, deutsch öster­reichischer Fach­buch­au­tor, Poet und bil­den­der Küns­tler der Foto­grafie


Wer mit mir re­den will, der darf nicht bloß seine ei­ge­ne Mei­nung hören wollen.

Whoever wants to talk to me, must not want to exclusively hear his own opinion.

Wilhelm Karl Raabe (Pseudonym: Jakob Corvinus), 08.09.1831 bis 15.11.1910, deutscher Schrift­steller und Dichter


Ge­walt­losig­keit funk­tio­niert nicht immer - aber Ge­walt funk­tio­niert nie.

Nonviolence doesn't always work - but violence never does.

Madge Micheels-Cyrus, US-amerika­nische Bür­ger­rechts- und Frie­dens­ak­tivistin


Klei­nig­keiten lei­den oft an Größen­wahn.

Trifles often suffer from megalomania.

Marc Niendorf, keine biographischen Daten eruierbar. Im Kommentar erwähnt: Thornton Niven Wilder, 17.04.1897 bis 07.12.197, US-amerika­nischer Schrift­steller


In der Ver­bitter­ung schwelt ver­bor­gen der Schmerz über unser Ver­sa­gen.

The pain over our failing smolders secretly in our bitterness.

Hans Arndt, 17.10. 1909, 13.12.1955


Ver­gessen ist nicht Ver­ge­ben. Ver­ge­bung fängt dort an, wo das Ver­gessen nicht aufhört.

Forgiveness is not about forgetting. Forgiveness starts where forgetting doesn't stop.

Jean Wesel­bach (eigent­lich Hans Schwäble), ge­bo­ren 1952, deut­scher Theo­loge und Phi­lo­soph


Es ist immer bei­des in uns: Le­ben und Tod, Wachen und Schla­fen, Ju­gend und Al­ter.

In us is always both: life and death, waking and sleeping, youth and old age.

Heraklit von Ephesos, um 550/540 bis 480 vor Christus, griechischer Natur­phi­lo­soph und Histo­riker


Nie­mand ist fort, den man liebt. Lie­be ist ewige Ge­gen­wart.

No one you love is gone. Love is the eternal present.

Stefan Zweig, 28.11.1881 bis 23.02.1954, ös­ter­rei­chisch­er Schrift­steller


... denn Gnade wird dir, wenn du Gnade übst.

... you receive mercy if you show mercy

Dschalal ad-Din Muhammad Rumi, 30.09.1207 einer der be­deu­tends­ten Dich­ter der per­sisch-is­lamischen Mystik (Su­fis­mus) und Stif­ter eines Der­wisch­ordens


Achtsam ist bes­ser als neunmal­klug.

Being mindful ist better than being a know-it-all.

Herman Rosen­kranz, 1932, deut­scher Ju­rist und Apho­ris­ti­ker


Nichts auf der Welt ist ge­fähr­licher als ech­te Un­wissen­heit und gewissen­hafte Dumm­heit.

Nothing in all the world ist more dangerous than sincere ignorance an conscientious stupidity.

Ich habe be­schlossen, bei der Lie­be zu blei­ben. Hass ist eine zu große Last, als dass man sie ertragen könnte

I have decided to stick with love. Hate ist too great a burden to bear.

Martin Luther King jr. (eigentlich Michael King jr.) 15.01.1929 bis 04.04.1968, US-amerika­nischer Bap­tisten­pastor und Bürger­rechts­kämpfer, No­bel­preis für Frieden 1964


Das Ge­setz ändert sich, das Ge­wissen nicht.

Laws change, our conscience doesn't.

Sophia Mag­da­len­a Scholl, 09.05.1021 bis 22.02.1943, deut­sche Wi­der­stands­käm­fer­in


Den größten Feh­ler den man im Le­ben mach­en kann, ist, immer Angst zu haben, einen Feh­ler zu machen.

The biggest mistake in life is always being afraid of making a mistake.

Dietrich Bonhoeffer, 04.02.1906 bis 09.04.1945, deutscher evan­ge­lischer Theo­lo­ge und Wider­stands­kämpfer


Je­­der Le­ser ist, wenn er liest, ein Le­ser nur sein­er selbst.

Every reader, as he reads, is actually the reader of himself.

Marcel Proust, 10.07.1871 bis 18.11.1922, fran­zösischer Schrift­steller und Kri­ti­ker


Krea­ti­vi­tät auf Knopf­druck er­zeugt Kopf­druck.

Creativity at the push of a button pushes our buttons.

Sabrina Masek, 06.05.1963, ös­ter­rei­chische Tex­ter­in und Apho­ris­tiker­in


Vielleicht bist du nicht der Außen­seiter, son­dern der Licht­blick.

Maybe you are not the outsider, but the ray of hope.

Karin Janke, 1953, deut­sche Real­schul­lehrer­in


Nicht immer sind die Lauten stark, nur weil sie lautstark sind.

The most thundering are not always full of thunder just because they thunder.

Kons­tan­tin Wecker, 01.06.1947, deut­scher Musiker, Lieder­macher, Kom­ponist, Schaus­pieler und Au­tor


Freiheit ist die Mö­glich­keit zu zwei­feln, zu su­chen und jeder Autorität mit Nein zu ant­worten.

Liberty ist the possibility of doubting, of searching and of saying 'No' to any authority.

Ignazio Silone (ei­gen­tlich Secondino Tranquilli), 01.5.1900 bis 22.08.1978, italienischer Schrift­steller und Po­li­i­ker


Sich freu­en heißt, aus­schau­en nach Ge­le­gen­hei­ten zur Dank­bar­keit.

Being happy means looking for occaisons to be grateful.

Karl Barth, 10.05.1886 bis 10.12.1968, Schwei­zer evan­gelisch-refor­mierter Theo­loge


Das Le­ben ist wie der Eis­kunst­lauf: Es be­steht aus Pflicht und Kür, und oft fällt die Ent­schei­dung bei der Pflicht.

Life is like figure skating: There ist a compulsory and a free program an often the descision is based on what is our duty.

Gustav Adolf Karl Fried­rich Knuth, 07.07.1901 bis 01.02.1987, deutsch-schwei­zerischer Schau­spieler


Das Zu­viel macht un­zu­frie­den­er als das Zu­wenig.

Too much makes less content than too little.

Mit­unter zeigt sich das Gute im Menschen, in­dem er böse wird.

From time to time a person's goodness shows itself when he gets angry.

Elfriede Hablé, 12.07.1934 bis 23.07.2017, öster­rei­chische Apho­ris­tiker­in und Mu­sikerin


Freu­de steckt nicht in den Din­gen, sondern im Inners­­ten der See­le.

Joy is not in the thing which surround us; it dwells in the innermost soul.

Thérèse von Lisieux (auch Theresia vom Kinde Jesu), 02.02.1873 bis 30.09.1897, französische Kar­me­li­ter­in und Kir­chen­lehrer­in


Wer sich nach dem Licht sehnt, ist nicht licht­los, denn die Sehn­sucht ist schon Licht.

Who longs for light ist not without brightness, for longing itself is light.

Bettina von Arnim, 04.04.1785 bis 20.01.1859, deutsche Dichterin


Das Licht ist ein Sym­bol des Le­bens und der Freu­de.

Light is a symbol of life and joy

Honoré de Balzac, 20.05.1799 bis 18.08.1850, fran­zösisch­er Schrift­steller


Die Stille ist der Humus für unsere See­le.

Silence ist the humus for our soul.

Franz Alt, 17.07.1938, deut­scher Fernseh­jour­nalist, Autor und Frie­dens­aktivist


Formen ab­zu­leh­nen heißt nicht, In­halte auf­zu­ge­ben.

Rejecting forms does not mean giving up the content.

Günter Dell­brügge, 1949 deut­scher Pfarrer der Chris­ten­ge­mein­schaft in Mün­chen.


Der Himmel auf Erden ist über­all, wo Men­schen von Lie­be zu Gott, zu ihren Mit­men­schen und zu sich selbst er­füllt sind.

Heaven on erarth is wherever people are filled with love for God, for their fellowmen, and for themselves.

Hil­de­gard von Bin­gen, 1098 bis 17.09.1179, deut­sche Mys­tiker­in und Äb­tissin


Ich frag­te die Welt, die al­te, was sie als Bes­tes en­thalte in ihrem großen Ge­bäude? Sie sagte: des Her­zens Freu­de.

I asked the world, the old one, waht it holds at best in its bulidung? It said: a joyful heart.

Omar (auch Umar Chayyam) Khayyâm, 18.05.1048 bis 04.12.1131, persischer Mathe­mati­ker, Astro­nom, Phi­lo­soph und Dich­ter


Die be­sinn­lich­en Ta­ge zwischen Weih­nachten und Neu­jahr haben schon so man­­chen um die Be­sinnung ge­bracht.

The introspective days between Christmas an New Year have already made mad a great many of people.

Joachim Rin­gel­natz (eigen­tlich Hans Gustav Bötticher, Pseu­do­nym Fritz Dörry), 07.08.1883 bis 17.11.1934, deut­scher Schrift­steller, Humorist, Maler


In­des ich dir sagen will: "So ist es!", ist es schon an­ders ge­wor­den. Das Schick­sal treibt uns vor­wärts und im Kre­ise herum.

I am about to tell you how things are and they have already changed. Fate drives us forward and round in a circle.

Johann Chris­tian Fried­rich Hölder­lin, 20.03.1770 bis 07.06.1843, deut­scher Dichter


Das Le­ben hat als Ge­heim­nis be­gonnen und wird als Ge­heim­nis enden, aber ein wil­des und schö­nes Land liegt da­zwischen.

Life began in mystery, and it will end in mystery but what a savage and beautiful country lies in between.

Diane Ackermann, 07.10.1948, US-ameri­kanische Schrift­stellerin und Ly­riker­in


Ein Herz bricht, wenn man im seine Träu­me nimmt.

What really breaks a heart is taking away its dreams

Peral Syden­stricker Buck, 26.06.1892 bis 06.03.1973, US-ameri­kanische Schrift­steller­in, Pulitzer-Preis 1932, Nobel­preis für Li­tera­tur 1938


Dass nichts best­ändig ist - wie trau­rig, wie trös­tlich!

That nothing lasts - how sad, how comforting!

Karl Hein­rich Waggerl, 10.12.1897 bis 04.11.1973, ös­ter­rei­chischer Schrift­steller


Denke mit dem Ver­stand! Nicht, wie die meis­ten Men­schen mit Dei­nen Wün­schen und Ängs­ten.

Use your mind for thinking! Not like most people, your wishes an fears.

Halldór Kiljan Laxness (geb. Halldór Gudjónsson), 23.04.1092 bis 08.02.1998, islän­discher Schrift­steller, No­bel­preis für Litera­tur 1955


Zwischen Hoch­mut und Demut steht ein Drittes, dem das Le­ben gehört, das ist der Mut.

There is a third element between arrogance an humility which life belongs to: It ist courage

Theodor Fontane, 30.12.1819 bis 20.09.1898, deut­scher Schrift­steller


Alle Wege bahnen sich vor mir, weil ich in der Demut wandle.

All paths open before me because I walk in humility.

Das Men­schen­leb­en ist selt­sam ein­ge­rich­tet: Nach den Jah­ren der Last hat man die Last der Jah­re.

Our lives are set up strange: After years of burden we are left with burden of our years.

Aus Mäßigung ent­steht rei­nes Glück.

Moderation is pure happiness.

Johann Wolf­gang von Goethe, 28.08.1749 bis 22.03.1832, deut­scher Klassiker


Men­schen, die sich un­­ver­stan­den füh­len, ha­ben meist noch keinen Ver­such unter­nommen, an­dere Men­schen zu ver­stehen.

People who feel mis­under­stood have usually made no attempt to under­stand other people.

Le­ben, das heißt auf alle Fälle: Nar­ben ha­ben.

To be alive at all is to have scars.

John Ernst Stein­beck, 27.02.1902 bis 20.12.1968, US-ameri­kanischer Schrift­steller, No­bel­preis für Li­tera­tur 1962


Dass man hof­fen muss, ist schon ein Grund zum Ver­zwei­feln.

That we need to rely on hope ist already a reason for dispair.

Alexan­der Eilers, 15.04.1976, deut­scher Lektor, Er­wachsenen­bild­ner, Au­tor und Apho­ris­ti­ker


Wer mu­tlos ist, nimmt den an­de­ren den Mut.

He who is discouraged, discourages others.

An­toine-Marie Roger Graf de Saint-Exupéry, 29.06.1900 bis 31.07.1944, franzö­sischer Pilot und Schrift­steller


Die Fra­ge ist der Königs­weg des Den­kens.

The question is the royal road in matters of thought.

Herr­mann Müller, 1924 bis 1995, deut­scher So­zio­lo­ge und Phi­lo­soph


Nur die Tapfer­en wissen, wie man vergibt.

Only the brave know how to forgive.

Larurence Stern, 24.11.1713 bis 18.03.1768, eng­lisch-irischer Schrift­steller und Vikar (Pfarrer) der Angli­kanisch­en Kirche


Die Stun­de ist das Klein­geld des Leb­ens.

The hour ist the small change of life

Das Glück ist wun­schlo­se Er­war­tung.

Happiness ist wantless expectation.

Leo Lohberger, 14.06.1917 bis 13.08.1998, öster­rei­chischer Apho­ris­ti­ker, Roman­au­tor und Sport­journa­list


Für freie Men­schen sind Dro­hungen wir­kungs­los.

Threats don't work on free human beings.

Marcus Tullius Cicero, 03.01.106 vor Chris­tus bis 07.12.43 vor Chris­tus


Die Tu­gend be­steht darin, das Gu­te rasch und tat­kräf­tig zu tun.

Virtue means doing good quickly and vigorously.

Michael Horatczuk, 11.08.1090 bis 22.09.1977, ös­ter­rei­chischer Je­suiten­pa­ter und Buch­autor


Re­geln stärken den Ein­­falls­reicht­um der Aus­nahme­suchen­den.

Rules fuel the imagination of the ones looking for exeptions.

Harald K. Hülsmann (Pseudonyme: Aldo Carlo, Michel Hinnack, Harry Holly und saihoku), 06.06.1934 bis ??.07.2015, deut­scher Schrift­steller


Die Men­schen ähneln sich auf sehr ähn­liche Weise.

People appear similar in very dissimilar ways.

Anke Maggauer-Kirsche, *11.04.1948, deut­sche Lyiker­in, Apho­ris­tiker­in und Be­tagten­bet­reuer­in in der Schweiz


Das heilen­de Potenzial der Acht­sam­keit ist das Zu­sammen­spiel aus Einsicht, Selbst­ver­ant­wort­lich­keit und Freund­lichkeit zu sich selbst.

The healing potential of mindfulness is the combination of insight, self-responsibility and kindness towards oneself.

Linda Lehr­haupt, *1949 US-amerikanisch-deut­sche Autor­in und Aus­bil­der­in in Zen und Acht­sam­keits­meditation


Der Mensch kann viel er­tra­gen, wenn er es nicht e­rdul­den muss.

A person can bear a lot if he does not have to suffer it.

André Brie, 13.03.1950, deutscher Politik­wissen­schaft­ler und Politiker


Ein Ori­gi­nal ist zwar schwer zu fin­den, aber leicht zu er­kennen.

An original is always hard to finde, but easy to recognize.

Graffito ist die Be­zeichn­ung für - meist anonym - erstellte Bilder, Schrift­züge oder Zei­chen, die mit ver­schie­den­en Techniken auf Ober­flächen im pri­vaten und öffent­lichen Raum hinter­lassen wer­den.


Wir han­deln dem Bil­de nach, das wir und von uns machen.

We act according to our self-image.

Sich selbst kennen­zu­ler­nen scheint mir das Bes­te zu sein, was ein Mensch für sich tun kann.

I believe knowing oneself is the most important thing a human can do for himself.

Moshé Feldenkrais, 06.05.1904 bis 01.07.1984, israelischer Physiker und Judo­lehrer, en­twickelte die nach ihm be­nannte Felden­krais-Methode


Nichts macht so zor­nig wie die Vor­stellung über­flüssig zu sein.

Nothing makes as angry as felling useless.

Peter Sloterdijk, 26.06.1947, deut­scher Philo­soph, Fer­nseh­modera­tor, Kultur­wissen­schaft­ler und Essayist


Was der Mensch be­herrscht nützt ihm wenig, wenn er selbst un­be­herrscht bleibt.

What we are in control of is little use to us if we cannot control ourselves.

Am wenigsten ver­gisst man das, was man ver­gessen möchte.

We forget the least what we want to forget the most.

Ernst Reinhardt, 14.08.1932, Schweizer Ger­manist und Publi­zist


Wenn wir bei und ankommen wollen, müssen wir lang­sam sein.

If we want to arrive within ourselves we must slow down.

Oliver Tietze, 04.11.1965, deutscher Chemiker, Aphoris­ti­ker und Lyriker


If I could take back that smoking, we wouldn't be talking about any cancer. I am convinced of that. I smoked and I smoked a lot since I was a kid just to appear macho. Because I didn't have brains enough to under­stand that wouldn't do it. Some­thing else makes you macho. And I really wanted to make a commercial when I dis­covered that I was that sick and my time was so limited. I want to make that commercial, says simply: Now the time gone I tell you don't smoke. What­ever you do. Just don't smoke.

Wenn ich das Rauch­en un­gesche­hen machen könnte, würde wir nicht über irgend eine Krebs­er­kran­kung sprechen. Da­von bin ich über­zeugt. Ich habe ge­raucht und ich habe viel ge­raucht, seit ich ein Kind war, um wie ein Macho zu er­scheinen. Weil ich nicht genug Ver­stand hatte, um zu er­kennen, dass es so nicht geht. Etwas a­nderes macht aus Dir einen Macho. Und ich wollte wirklich einen Spot drehen, als ich er­kannte, dass meine Zeit so be­grenzt ist. Ich wollte einen Spot dre­hen, der ein­fach sagt: Nun, da me­ine Zeit vorbei ist, sage ich Dir: 'Rauche nicht! Was auch immer Du tust! Rau­che ein­fach nicht!'

Text aus einem Fernseh-Interview.

Yul Brunner, 11.07.1920 bis 10.10.1985, US-amerikanischer Schauspieler russisch-burjatisch-schwei­zerischer Her­kunft


Die problem­loseste Er­ziehung voll­zieht sich durch Vor­bilder.

The most trouble-free eduction happens through role models.

Elfride Hablé, 12.07.1934 bis 23.07.2015, öster­rei­chische Aphoris­tiker­in und Mu­sikerin


Freund­lich­keit löst Schwierig­keiten.

Friendliness solves difficulties.

Vinzenz von Paul (auch: Vinzenz Depaul, franz. Vincent de Paul), 24.04.1581 bis 27.07.1660, fran­zösischer Mönch und Or­dens­grün­der, gilt als Be­gründer der neu­zeit­lichen Caritas


Ethik be­steht darin, mich ver­pflich­tet zu füh­len, allem Le­ben­den die gleiche Ehrfurcht ent­ge­gen­zu­brin­gen wie dem ei­genen Le­ben.

Ethics obliges me to offer the same reverence to all living beings as to my own life.

Albert Schweitzer, 14.01.1875 bis 04.09.1965, deutsch-evangelischer Theo­loge und Missions­arzt, Organist, Musik­wissen­schaftl­er und Publi­zist, No­bel­preis für Frie­den 1952


Die heißesten Plätze in der Hölle sind für jene re­ser­viert, die auf Er­den zu allem zu­stimmend ge­nickt haben.

The hottest places in hell are reserved for those who have nodded silently, consenting to all that happened.

Robert Francis 'Bobby' Kennedy, 20.11.1925 bis 06.06.1968, US-ameri­kanischer Politi­ker und US-Justiz­minister


Der Mensch hat sich immer als ein äußerst ver­nünfti­ges Wesen ge­prie­sen. Er sollte damit aufhören. (a.a.O. 23)

Es sind stets die Kenner, die am meisten von neuen Kennt­nissen überrascht werden. (a.a.O., 38)

Peter Noll, 18.05.1926 bis 09.10.1982, evan­gelischer Pfarrer, Privat­dozent, Pro­fessor, aus: Dik­tate über Ster­ben und Tod, Zürich 1984


Frei ist der Mensch, in­sofern er in je­dem Augen­blick seines Le­bens sich selbst zu folgen in der Lage ist.

Man is free insofar as he is able to obey himself in every moment of his life.

Ru­dolf Joseph Lorenz Stei­ner, 27.02.1861 bis 30.03.1925, ös­ter­rei­chischer Autor, Be­grün­der der Anthro­po­so­phie und Waldorf­pä­da­go­gik


Jede Lie­be ver­zehn­facht die Kraft.

Every love increases every strength tenfold.

Bertha Sophia Felicita von Suttner, 09.06.1853 bis 21.06.1914, ös­ter­rei­chische Pa­zi­fis­tin, Friedens­forscher­in und Schrift­stellerin, Nobel­preis für Frieden 1905


Liebe ist: die Arme immer offen haben.

Love is always open arms

Felice Leonardo 'Leo' Buscaglia, 31.03.1924 bis 12.06.1998, US-ameri­kanischer Pro­fessor für Pä­dago­gik und Au­tor


Zwischen Reiz und Reak­tion gibt es einen Raum.
In diesem Raum haben wir die Freiheit und die Macht, unsere Reaktion zu wählen.
In un­serer Re­aktion lie­gen unser Wachs­tum und un­sere Frei­heit.

Viktor E. Frankl, 26.03.1905 bis 02.09.1997, ös­ter­rei­chischer Neu­ro­lo­ge und Ps­ychiater


Man kann jun­gen Men­schen keine Gewiss­heit ge­ben. Man kann ihnen nur ver­sprechen, sie nie zu be­lügen.

You cannot offer certainty to young people. All we can do is promise never to lie to them.

Albert Camus, 07.11.193 bis 04.01.1960, franzö­sischer Schrift­steller und Phi­lo­soph, Nobel­preis für Litera­tur 1957


Wie doch Freu­de und Glück einen Men­schen schön machen! Wie atmet im Her­zen die Lie­be.

How beautiful joy and happiness make anyone! How love breathes in our heart.

Fjodor Michailowitsch Dos­tojews­ki, 11.11.1821 bis 09.02.1881, russischer Dich­ter


Lie­ber an der Wahr­heit ver­zweif­eln, als von der Un­wahr­heit ge­trös­tet sein.

Better to despair over the truth than be soothed by an untruth.

Sascha Heße, 06.11.1976, deut­scher Schrif­tsteller und Mu­siker


Das größte Glück: es ent­beh­ren zu könenn.

The greatest happiness: being able to do without it.

Alexander Demandt, 06.06.193, deut­scher Al­this­tori­ker und Essayist


Triumph ist eines echten Sie­gers un­würdig.

To triumph is unworthy of a real winner

Peter Cerwanka, 06.02.1942, ös­ter­rei­chischer Ver­kehrs­wissen­schaf­tler


Die Zeit reift alle Ding­e. Kein Mensch wird weise ge­bor­en.

Time ripens all things. No man is born wise.

Miguel de Cervantes Saavedra, 29.09.1547 bis 23.04.1616, spanischer Dich­ter


Ohne etwas Lang­sam­keit wird kei­ne großes Werk voll­bracht.

No great work can be completed without a bit of slowness

Sophopkles, um 496/495 vor Christus bis um 406 vor Christus, griechischer Tragiker


Wann immer du dort an­kommst, wird es dort kein dort geben.

When­ever you get there there's no there there

Ger­trude Stein, 03.02.1874 bis 27.07.1946, US-amerika­nische Schrift­stellerin, Ver­leger­in und Kunst­sammlerin


Darin glei­chen sich die Men­schen: anders sein zu wollen.

People resemble each other in wanting to be different.

Ich wünsch­te, ich hätte Zeit, mich war­ten zu las­sen.

I wish I had time to let myself wait.

Elisabeth Turvold, 15.04.1963, deutsche Phi­lolo­gin und Apho­ris­ti­ker­in


Gute Ge­dan­ken ha­ben, wie Bummel­züge, oft Ver­spätung.

Like slow trains, good thougts are often delayed.

Giovannino Oliviero Gureschi, 01.05.1908 bis 22.07.1968, ita­lie­ni­scher Jour­na­list, Karikatur­ist und Schrift­steller ('Don Camillo und Peppone')


Der beste Prüf­stein für das Ge­wissen eines Men­schen ist vielleicht seine Bereit­schaft, Opfer für künf­tige Generatio­nen zu bringen, deren Dank ihn nie er­reichen wird.

The ultimate test of man's conscience may be his willingness to sacrifice something today for future generations whose words of thanks will not be heard.

Gaylord Anton Nelson, 04.06.1916 bis 03.07.2005, US-amerikanischer Politiker und Gouverneur von Wisconsin, Be­gründer des 'Tages der Erde'


Ich fühle mich ver­stan­den, wenn mich das Lächeln deiner Au­gen streichelt.

I feel understood when the smile of your eyes caresses me.

Elma Kupke, 28.06.1942, deutscher Lehrer, Verlags­gründer und Aphoristiker


Um vor mir selbst zu be­stehen, muss ich bes­tän­dig Besseres leis­ten.

To meet my own standards I must constantly do better.

Leonard Bern­stein, 25.08.1918 bis 14.10.1990, US-amerikanischer Kom­ponist, Dirigent und Pianist ukrainische-jüdischer Ab­stammung


Glück und Ge­sund­heit sind die bes­te Schminke.

Happiness and health are the best make-up

Christina von Schweden (eigentlich Kristina nach ihrem Übertritt zum Katholizismus, Maria Alexandra), 17.12.1626 bis 19.04.1689


Es gibt zwei Arten von Narren: jene, die ihre Mei­nung nicht än­dern können und jene, die es nicht wollen.

Ther are two kinds of fools: those who can't change their opinions and those who won't.

Josh Billings (eigentlich Henry Wheeler Shaw), 21.04.1818 bis 14.10.1885, US-ameri­kanischer Humorist und Schrift­steller


Zur Wahr­schein­lich­keit gehört auch, dass das Un­wahr­schein­liche ein­tre­ten kann.

It is an element of probalility that the improbable can happen.

Aristoteles, um 384 v. Chr. bis um 322 v. Chr., griechischer Philosoph und Schüler Platons


Träu­me nicht dein Le­ben, le­be Dei­nen Traum.

Do not dream your life, live your dream.

Tommaso Campanella (eigentlich Giovanni Domenico), 05.09.1568 bis 21.05.1639, ita­lieni­scher Dichter, Po­liti­ker und Do­mini­kaner


In ei­ner gute Ehe den­ken beide, dass die den besseren Han­del ge­macht haben.

A good marriage is where both people feel like they're getting the better end of the deal

Der Tod ist nur das En­de des Ster­bens, nicht das Ende des Le­bens.

Death is just the end of dying, not of life.

Anne Lamott, 10.04.1954, US-amerika­nische Autorin


Dem Frie­den dient auch die Fähig­keit, Fein­de haben zu können.

Being able to have foes serves peace.

Ingeborg Horn, 31.01.1958, deutsch-östereichische Philosophin, Malerin, Schrift­steller­in und Über­setzer­in


Nicht jede Er­fah­rung enthält das Recht, sie zu ha­ben.

Not every experience contains the right to have it.

Tobias Grüterich, 01.03.1978, deut­scher Geodät, Lyriker und Apho­risti­ker


Viele gute Ideen schei­tern an Vor­gesetz­ten, denen sie nicht ei­ngefallen sind.

Many good ideas fail because of superiors who did not have them.

Christian URI Weber, 1943, deut­scher Theo­loge, Autor, Ver­leger, Maler und Gra­fiker


Mein Grund­satz: Es gibt keine Ent­täuschung.

My principle: There is no disappointment.

René Karl Wil­helm Jo­hann Josef Maria Ril­ke, 04.12.1875 bis 29.12.1926, ös­ter­rei­chischer Dichter


Man­che Dinge sind nur so groß, weil wir di­rekt da­vor ste­hen.

Some things only look so big because we are right in front of them.

Anke Maggauer-Kirsche, 11.04.1948, deutsche Lyrikerin, Aphoristikerin und Betagten­be­treuer­in in der Schweiz


Leh­re dei­ne Kin­der nicht nur zu le­sen. Leh­re sie, das, was sie le­sen, in Frage zu stellen. Lehre sie, alles in Frage zu stellen.

Don't just teach your children to read. Teach them to question what they read. Theach them to question everything.

George Denis Patrick Carlin, 12.05.1937 bis 22.06.2008, US-ameri­kanischer Ko­miker, Schau­spieler, Sozial­kritiker und Au­tor


Wenn du das En­de dessen erreichst, was Du wissen solltest, stehst Du am An­fang dessen, was Du füh­len soll­test.

When you reach the end of what you should know, you will be at the beginning of what you should sense.

Khalil Gibran (eigentlich Gibran Khalil Gibran bin Mikha'il bin Sa'ad), 06.01.1883 bis 10.04.1931, libanesisch-US-ameri­kanischer Dich­ter und Ma­ler


Je leich­ter ein Buch zu le­sen ist, desto schwerer wurde es ge­schrie­ben.

The easier a book is to read, the harder it was to write.

Jo­hannes Mario Simmel, 07.04.194 bis 01.01.2009, ös­ter­rei­chischer Schrift­steller


Du bist auf­ge­for­dert zu tun, was nie­mand von Dir ver­langen kann.

You are asked to do what nobody can ask from you.

Elazar Benyoëz (eigentlich Paul Koppel), 24.03.1937, israelischer Apho­risti­ker


Nichts ler­nen wir so spät und ver­lern­en wir so früh als zu­zu­ge­ben, dass wir Unrecht haben.

We leran nothing as late and unlearn nothing as early as admitting that we are wrong.

Marie von ebner-Eschenbach (eigentlich Marie Dubský von Trebomyslice), 13.09.1830 bis 12.03.1916, mährisch-ös­ter­rei­chische Schrift­steller­in


Re­alität - was für ein Kon­zept.

Reality - what an concept.

Robin McLaurin Williams, 21.07.1951 bis 11.08.2014, US-ameri­kanischer Schaus­pieler und Ko­miker


Es ist leicht, ein Lehr­er zu sein, aber schwer, ein Schü­ler zu sein.

It is easy to be a teacher, but difficult to be an student.

Worte, die die Seele er­leuch­ten, sind kost­barer als Ju­welen.

Words that enlighten the soul are more precious than jewels.

Hazarat Inayat Khan, 05.07.1882 bis 05.02.197, in­discher Mu­siker, Sufi-Lehr­er und Grün­der des Inter­national­en Sufi-Ordens


Jeder Feh­ler, den wir machen, sollte uns duld­samer machen für die Feh­ler an­derer.

Every mistake we make should make us more tolerant of other people's mistakes.

Nathaniel Cohen, bio­graphische Da­ten nicht eruier­bar


Hoffnung ist viel zu passiv. Wir brauchen Willen.

Hope is too passive. We need will.

Leonard Norman Cohen, 21.09.1934 bis 07.11.2016, kana­discher Singer-Song­writer, Dich­ter und Schrift­steller


Die wirk­lich wichtigen Din­ge kann jeder nur sich selbst er­klären.

We can only explain to ourselves all that ist truly important.

Wolfgang Letz, 01.03.1950, deutscher Studienrat und Autor


Ein ech­ter Künst­ler schil­dert nie, um zu gefallen, son­dern um zu zei­gen.

A real artist never explains to appeal, but to point out.

Christian Morgenstern 06.05.1871 bis 31.03.1914, deutscher Dichter


Was Du wirk­lich liebst, das bleibt Dir.

What you really love remains you.

Die Liebe ist der End­zweck der Welt­ge­schich­te, das Amen des Uni­ver­sums.

Love is the ultimate purpose of our world's development and the Amen of the universe.

Novalis (ei­gent­lich Georg Philipp Fried­rich Frei­herr von Har­den­berg), 02.05.1772 bis 25.03.1801


Der Mensch ist immer zu sich selbst un­te­rwegs.

Man is always the move towards himself.

Jean Gebser, 20.08.1905 bis 14.05.1973


Manche Leute glau­ben alles, wenn man es ihnen zu­flüs­tert.

Some people will believe anything as long as it ist whispered to them.

Pierre Carlet de Marievaux (auch: Pierre de Chamblain de Marievaux), 04.02.1688 bis 12.02.1763


Am mäch­tigs­ten ist der, der sich selbst unter Kon­trolle hat.

Most powerfull who has power of himself.

Lucius Annaceus Seneca (genannt Seneca der Jüngere), 4 vor christus bis 65 nach Christus, römischer Philo­soph, Dra­ma­tiker, Natur­forscher, Po­liti­ker und Sto­iker


Vergessene Freund­schaf­ten sind wir Dörrp­flaumen. Wenn man sie begißt, nehmen wie wie­der Ge­stalt an.

For­gotten friend­ships are like prunches. Wate them an they spring back to form.

Sprichwort aus Kanada


Mit­gefühl ist das wache Bewußt­sein, dass alle Dinge von­einan­der ab­hän­gen.

Compassion is the keen awareness of the interdependence of all things.

Thomas Feverel Merton, 31.01.1915 bis 10.12.1968, US-ameri­kanischer Trappisten­mönch und Dich­ter


Es sind immmer nur die Schwachen, welche die Schwachen ver­achten.

Only the weak despise the weak.

Ostern ist das Sieges­fest ds ewigen Le­bens.

Easter ist the victory of eternal life.

Gertrud Auguste Lina Elsbeth Mathilde Petrea Freiin von le Fort (Pseudonym: Gerta von Stark und Petrea Vallerin), 11.10.1876 bis 01.11.1971, deutsche Schrift­stellerin


Ein Tag mehr ist ein Tag weniger.

One day more ist one day less.

Hanns Dieter Hüsch, 06.05.1925 bis 06.12.2005, deutscher Kaba­retist, Schrift­steller, Kin­der­buchau­tor, Schaus­pieler, Lieder­macher, Synchron­sprecher und Rund­funk­modera­tor


Gott reicht mir die Si­tua­tion hin, auf die ich zu an­twor­ten ha­be.

God hands me the situation that must be answered by me

Martin (Mordechai) Buber, 08.02.1878 bis 13.06.1965, ös­ter­rei­chisch-israelischer jü­discher Re­ligion­sphilo­soph, Frie­dens­preis des deut­schen Buch­han­dels 1953


Gebet ist Tat, höchste, freieste, innerste Tat des Men­schen.

Prayer is a deed, the highest, freest, innermost deed by a human being.

Friedrich Rittelmeyer, 05.10.1872 bis 23.03.1938, deutscher evangelischer Pfarrer, Theologe und An­thropo­soph


Wir leben nicht ganz ent­spannt im Hier und Jetzt, son­dern völlig ver­spannt im Wenn und Aber.

Rüdige Dahlke, 24.07.1951, deutscher Human­me­diziner und Psycho­thera­peut


Der Pfad der Tugend hat keine Leit­plan­ken.

Sei vor­sichtig beim For­mulieren Dei­ner Wün­sche. Sonst heißt es am En­de: Wunsch erfüllt - Pech gehabt!

Hans Lohrbach