Mitgeschrieben 004

   

Anruf von der Telekom

2020-02-07, 17:56 Uhr, ein Mit­arbei­ter der Tele­kom ruft mich an, stellt sich vor. Hier ist der Ge­sprächs­ver­lauf, gleich da­nach aus dem Ge­däch­tnis aufgeschrieben.

Er: Wir möchten Sie gern in­di­vi­du­eller be­treuen, da bitte ich um Ihre Zu­stimmung, dass wir das tun dür­fen.

Ich: Was mei­nen Sie, wie soll das aus­sehen?

Er: Wir ha­ben unsere Be­stimmun­gen zum Da­ten­schutz aktu­ali­siert. Ich lese Ihnen einen Text vor, das dauert ca. 45 Se­kunden....

Ich: Moment, Sie mei­nen, Sie lesen mir etwas vor, ich soll dem dann zu­stimmen, was Sie vor­ge­le­sen ha­ben und das ist dann gül­tig?

Er: Ja.

Ich: Nein, das ma­chen Sie mit mir nicht.

Er: Gut dann neh­me ich das so auf, dass Sie das ver­wei­gert haben.

Ich: Im Ernst? Würden Sie das tun, bei etwas zustimmen, das Sie am Te­le­fon ge­hört haben, nichts Schrift­liches in der Hand? Sie sind wirk­lich Mi­tarbei­ter der Tele­kom? Da ru­fen ja immer wie­der Men­schen aus Ihrem Haus an und die An­rufe wer­den immer ab­sur­der.

Er: Etwas Schrift­liches er­hal­ten sie spä­ter.

Ich: Ich soll also bei etwas zu­stimmen, das ich le­dig­lich ge­hört habe?

Er: Ja. Darf ich das 'absurd' so auf­nehmen?

Ich: Ich rech­ne ohne­hin da­mit dass Sie wegen der 'Qua­litäts­sicher­ung' und zu 'Schu­lungs­zwecken' immer wieder mal An­rufe aufnehmen. Ja, das dürfen Sie so wei­ter­ge­ben. Ich wer­de das auch so auf­neh­men und wei­ter­ge­ben.

Er: Wir ge­hören einer an­deren Ge­ner­ation an. Jün­gere Men­schen sind mit die­sem Ab­lauf durch­aus ein­ver­stan­den.

Ich: Das mö­gen die dann tun. Das ist deren Äffchen. Ich tue das nicht. Sie sind wirk­lich Mit­ar­beiter der Tele­kom?

Er: Ich könnte Ihnen ja von den Skan­dal­en der letzten 30 Jahre be­rich­ten, aber das in­teres­siert Sie wahr­schein­lich nicht.

Ich: Ja, das bringt uns nicht wei­ter. Sie können also wir­klich meine Da­ten ein­se­hen?

Er: Stimmt, das bringt uns nicht weiter. Ja, ich bin auf das Da­tenge­heim­nis ver­ei­digt und auf das Fern­mel­de­ge­heim­nis. [Er sagt mir dann, was er lesen kann.] Haben Sie sonst noch Fra­gen?

Ich: Nein

Er: Dann ha­be ich sonst auch nichts Neues.

Ich: Na dann auf Wieder­hören, viel Er­folg beim nächs­ten Mal.

Er: Auf Wie­der­hören.